Stuffocation – James Wallman

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Im Internet stolperte ich immer mal wieder über das Thema Minimalismus. Da ich ein Mensch bin, der viel und gerne aussortiert und am liebsten nur mit einem Rucksack bepackt durch die Gegend reist, war meine Neugier an diesem Trend geweckt. Das Buch „Stuffocation“ von James Wallman fiel mir dabei besonders auf.

Das Buch setzt sich mit der Suche nach einer realistischen Lösung für ein uns alle umgebendes Problem auseinander und es hat mich begeistert, wie viele verschiedene Aspekte und Sichtweisen berücksichtigt wurden.

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, aufgewachsen in einer Zeit, in der mehr und größer von allem auch immer besser war. Dies resultiert darin, dass wir zu viel Kram ansammeln. Wir werden erdrückt von der Masse an Dingen, die uns umgibt und wir kaufen immer mehr. Das macht nicht nur unsere Umwelt krank, sondern auch uns.

Ich gehe davon aus, dass die meisten von uns das Gefühl kennen, mal wieder dringend aussortieren zu müssen. Der Schrank quillt über und den Keller wollen wir gar nicht mehr betreten. Und wenn wir es dann schaffen ein paar Tüten Klamotten auszusortieren geht es uns direkt ein bisschen besser.

An allen Ecken scheinen Menschen nun nach Alternativen zum Konsumieren von zu viel Dingen zu suchen. Die Minimalisten tun dies, indem sie wirklich ALLES abschaffen, was sie nicht benutzen und brüsten sich damit, wie wenig Dinge sie nur noch besitzen. Dann gibt es da noch die ‚Back to Basics‘-Anhänger. Plötzlich stricken wir wieder, bauen unser Essen selber an, backen, kochen ein und vieles mehr.

James Wallman untersucht, ob diese oder andere Lebensweisen unsere heutigen konsumorientierten Werte ablösen können, ob sie massentauglich sind und eine Gesellschaft, als solche damit existieren könnte. Seine Analyse ist so vielschichtig und interessant geschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die vielen Beispiele von Menschen, die es geschafft haben einen anderen Weg, einen eigenen Weg, zu gehen, sind inspirierend.

Und am Ende meint James Wallman tatsächlich einen Vorschlag zu haben, welche Lebenseinstellung uns eventuell mit mehr Zufriedenheit erfüllen könnte als der gute alte Konsum.

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen möchte ich trotzdem kurz erwähnen, worum es dabei geht. Am Ende steht die Erkenntnis, dass materielle Dinge uns nur kurzzeitig glücklich machen, Erlebnisse hingegen mit der Zeit immer wertvoller für uns werden. Wer kennt das nicht, erzählen wir ein paar Jahre später von unserer Reise durch Südost Asien war plötzlich alles noch viel toller als es tatsächlich war, denn wir merken uns nur die Highlights, die positiven Dinge. Wobei das neue iPhone was wir uns letztes Jahr gekauft haben jetzt schon wieder alt ist und eigentlich bereits durch das Neue ausgetauscht werden könnte.

Wie geht es euch? Habt ihr auch das Gefühl zu viele materielle Dinge anzusammeln? Oder seid ihr schon Teil des Erlebnistrends?

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